Sonntag, 27. November 2022 Kodak Retina Betrachter & Projektoren
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Kodak Retina -/- Faszination eines Kamera-System -/- 1934 bis 1969

Bildbetrachter & Projektoren

Kleinbild-Betrachter

Kleinbildbetrachter ca. 1937

  

Mit dem Aufkommen der Farbfotografie und insbesondere der Diapositiv-Aufnahme ergab sich die Notwendigkeit des Angebotes geeig- neter Bildbetrachtungsgeräte. Mit dem ersten sogenannten «Film»-Betrachter bot Kodak ein relativ handliches Gerät an, bestehend aus: Gerätefuss aus Druckguss, dunkelbraun schrumpflackiert, und schwenkbarer Betrachtereinheit. Diese Einheit setzt sich aus einem Lampenteil für Kleinglühlampen (220V oder 110V) und einem abklappbaren Lupenaufsatz zusammen. Für die Diabetrachtung ist ein spezieller Führungsschacht vorhanden.

Zur Betrachtung von Filmstreifen ist eine separate Platine unter dem Lupenaufsatz vorhanden.

Firmenschild:
KODAK Aktiengesellschaft
Berlin-Stuttgart-Köpenick

Kleinbildbetrachter 1956

  

Kodak-Nr. 14 941
Dieser Kleinbildbetrachter wurde nach damals modernen Gesichtspunkten gestaltet und sollte als Betrachtungsgerät auch höheren Ansprüchen der Farbfotografie gerecht werden. So sind einige interessante Besonderheiten an diesem Gerät vorhanden, nämlich:

  • Dia-Vorbetrachtung auf einem Leuchtfeld als Hilfe bei der Dia-Projektion
  • Umsteckleuchte zur Durchsichts-Betrachtung (normale Dia-Betrachtung)
  • Auflichtbetrachtung bei angenehmer Helligkeit
  • Filmbandführung für Negativ- und Positivstreifen, welche eine Beschädigung der Streifen ausschliesst
  • abnehmbare Leuchtlupe, welche die «Welt der kleinen Dinge» deutlicher macht

Das Gerät besteht aus folgenden Teilen:

  • Grundkörper mit Mattscheibe, Filmbandführung, Öffnung für Umsteckleuchte
  • aufsetzbare Betrachterlupe mit Öffnung für Umsteckleuchte
  • Umsteckleuchte mit Klarglas-Lampe 220V/25W E14

Kodak Stereobetrachter

  

Kodak-Nr. 14 252
(ohne Beleuchtungseinrichtung)

Zusammen mit dem Stereovorsatz (2.4.1) für die Retina-Kameras wurde 1954 von KODAK auch ein leichtes, handliches Gerät zur Betrachtung von Stereo-Diapositiven angekündigt.

Die durch KODAK entwickelten Stereo-Dias wurden in speziellen Stereo-Diarähmchen mit den gleichen Abmessungen wie Normaldias gefasst und fertig zur Betrachtung ausgeliefert.

Die vom Stereovorsatz erzeugten leicht versetzten beiden Bilder werden im Stereobetrachter überlagert und vermitteln einen räumlichen Eindruck.

Kleinbild-Projektoren

  

Kleinbildprojektor «KODAK RETINA PROJEKTOR» ca. 1937

Unter dieser Bezeichnung wurden von Kodak seinerzeit drei ähnliche Kleinbild-Projektoren angeboten, die sich nur durch geringe Abweichungen unterschieden (Dia-Schieber, Dia-Fallschacht, Projektion von Filmstreifen).

Kleinbildprojektor «RETINA PROJEKTOR I» ca. 1939

Mit diesem Projektor brachte Kodak ein Gerät auf den Markt, welches für damalige Verhältnisse als moderne Konstruktion bezeichnet werden musste.

Geräte von Herstellern aus der frühen Nachkriegszeit unterschieden sich kaum und zeigten im Vergleich zu diesem «Vorkriegs»-Projektor eine eher rückständige Bauweise.

(Prospekt rechts aus «Richtige Retina-Ratschläge» Wolf H. Döring, Verlag Wilhelm Knapp, Halle 1938)

Kleinbildprojektor «KODAMAT» 1958

  

Dieser Kleinbildprojektor wurde an der «photokina 1958» erstmals vorgestellt. Das Konstruktionsprinzip war so ausgelegt, dass das normalerweise von Hand zu bedienende Gerät nach und nach zu einem vollautomatischen Projektor ausgebaut werden konnte.

Mit der Grundausrüstung wurde ein Standart-Projektionsobjektiv PROCOLAR 2.8/100 mitgeliefert.

Wahlweise standen zwei weitere Projektions-Objektive zur Verfügung, nämlich ein PROCOLAR 2.8/85 für die Projektion auf kürzere Entfernungen und ein PROCOLAR 2.8/135 zur Projektion in grossen Räumen.

Speziell hier erwies sich das Baukastensystem als ideal. Mit dem Zubehör «Dia-Schnellwechsler» und «Automatik»-Ansatz liess sich das Gerät über ein Fernbedienungsanschluss aus einem Abstand bis zu 4m betätigen.

Auch an den Lichtverlust über längere Distanzen war gedacht worden. So war dieser Projektor leistungsstark für Projektionslampen (Lampensockel P28) mit wahlweise 150 bis 500 Watt bei 220 V verwendbar.

Ein eingebauter, geräuscharmer Ventilator sorgte für intensive Kühlung der Beleuchtungsoptik und der Dias.

Die Systemoptik bestand aus einem vergüteten asphärischen Kondensor-System mit Wärmeschutzfilter und Reflektor.

Dass KODAK auch mit findigen Fotografen rechnete, zeigte sich beim Dia-Schnellwechsler, der für die Aufnahme von 38 Dia’s in Kartonfassung ausgelegt war!

Preise 1958/61:

  • Standardausführung mit 2.8/100 DM 228.- Kodak-Nr. 14 952
  • Standardausführung mit 2.8/85 DM 228.- Kodak-Nr. 14 951
  • Standardausführung ohne Objektiv DM 174.- Kodak-Nr. 14 959

Ausbau-Zubehör zum Dia-Projektor «KODAMAT» 1958:

  • Dia-Schnellwechsel DM 28.- Kodak-Nr. 14 982
  • Automatik DM 78.- Kodak-Nr. 29 911
  • Fernbedien.-Kabel 4 Meter DM 6.- Kodak-Nr. 29 912
  • Procolar 2.8/135 DM 84.- Kodak-Nr. 29 933
  • Vario-Procolar 2.8/85-100 DM 84.- Kodak-Nr. 29 934
  • Bereitschaftskoffer DM 48.- Kodak-Nr. 23 311
  • Dia-Plastikbehälter DM 4.50 Kodak-Nr. 22 114

Diaprojektor «Carousel S» 1964

  

Kodak-Nr. 13 141
Dieser Projektor ist für die Verwendung von Rundmagazinen gebaut worden. Besonderes Merkmal ist der Bildwechsel. Er erfolgt vertikal nach dem Fallschachtprinzip. Einzelbildvorführung ist möglich.

Ein Rundmagazin nimmt 80 Dia’s in 5x5cm-Rähmchen auf. Ausgeleuchtet wurden auch 4x4cm-Dia’s. Die Steuerung erfolgte über Drucktasten am Gerät oder über eine 4m lange Fernbedieenung.

  • Projektionsoptiken: Procolar von 60mm bis 180mm
  • Preis 1966 (mit Procolar 85): DM 436.-

Diaprojektor «RETINAMAT» 1966

  

Kodak-Nr. 13 184
Dieser Dia-Projektor wurde zur "photokina 2“ in Köln neu herausgebracht. Er eignet sich für die Projektion der Formate 24x24 / 24x36 / 28x28 / 18x24.

Die solide, robuste Ausführung ist so konstruiert, dass kein separater Transport-Koffer erforderlich ist. In der Abdeckhaube ist ein Projektionsschirm eingebaut, was eine Sofortprojektion bei Tageslicht erlaubt. Der Dia-Schnellwechsler eignet sich für alle Rahmungsarten, erfordert aber keine Dia-Kassette.

  • Fassungsvermögen des Diafaches: 72 kartongerahmte Dia’s
  • Projektions-Objektiv: ISCO Projar 85mm.
  • Beleuchtungssystem: Halogenlampe 12V/100W, mit motorischer Kühlung, leiser Lauf, Spannungswähler 110-250V.
  • Preis 1966: DM 248.-

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Letzte aktualisierung am Freitag, 21. Januar 2022